Rede und Antwort steht uns heute unser Geschäftsführer…

…im Interview mit Thomas Wagner

Thomas hat unser Unternehmen mit nur 20 Jahren gegründet. Damals noch nebenberuflich und als Berater für sämtliche EDV-Fragen. Seitdem hat sich sehr viel verändert. Aus einem Einmannbetrieb wurde eine GmbH mit 13 Mitarbeitern und wir haben uns als Unternehmen auf die ERP-Lösungen von SoftENGINE spezialisiert.

Doch wie sieht Thomas die Entwicklung des Unternehmens, wohin soll die weitere Reise gehen und was ist seiner Meinung das Erfolgsgeheimnis? Wir haben nachgefragt.

Dabei wollen wir ihn nicht nur als Unternehmer besser kennen lernen, sondern Ihnen auch die Möglichkeit geben mehr von Thomas als Privatperson zu erfahren.

Hallo Thomas, erstmal danke, dass Du Dir die Zeit für unser Interview genommen hast. Du hast immer ganz viele Termine, da freut mich das besonders. Stell Dich doch einmal kurz vor und erzähle uns etwas über Dich.

„Gerne. Ich bin Thomas und schon gespannt, was du alles von mir wissen willst. Inzwischen habe ich die 40ziger-Schallmauer durchbrochen, was ich aber nicht als schlimm empfunden habe. Neben allem was ich in der World-of-edv bewege, stehe ich Zuhause noch gerne in der Küche und brutzle uns auch mal ein saftiges Steak.

In den Anfangsjahren haben wir die Wochenenden immer durchgearbeitet. Heute nehmen wir uns die Zeit für unsere Familie bewusst frei und ich genieße die Zeit mit meiner Frau und unserem Nachwuchs.“

Wie kamst Du vor über 20 Jahren auf die Idee, eine Firma zu gründen?

„Damals war ich als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr und hatte VIEL Zeit. Also habe ich aus meinem damaligen Wissen Kapital geschlagen und für Bekannte von mir, deren Eltern Firmen hatten, deren IT-Systeme auf Vordermann gebracht und Webseiten programmiert. Das wollte ich nicht „schwarz“ machen – dadurch ist dann die Gewerbeanmeldung entstanden.“

Okay, also noch ganz was anderes, was die World-of-edv jetzt macht. Und wie gewagt war der Schritt in die komplette Selbstständigkeit für Dich?

„Jetzt nach fast 17 Jahren würde ich sagen – wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber 2006 hatte ich keinen einzigen Kunden und fing wirklich bei null an. Die ersten Jahre waren wahrlich nicht einfach.“

Wenn Du nun zurückblickst, hat sich ja einiges verändert. Darauf kannst Du stolz sein. Wie fühlt es sich für Dich an?

„Wenn du Unternehmer bist, hast du nie das Gefühl, dass du es geschafft hast. Klar gibt es Momente, wo du heute ganz anders und freier agieren kannst, als zum Start. Das macht es dann schon einfacher. Ich bin vor allem sowohl Kunden als auch Mitarbeitern dankbar, die den Weg schon lange gemeinsam mit uns gehen.“

Wie sieht denn Dein Arbeitsalltag aus und inwieweit hat sich Dein Arbeitstag verändert? Früher warst Du viel mehr an der ausführenden Stelle, oder?

„Heute hat das rein gar nichts mehr mit damals zu tun, was ich mache. Wie in den meisten Firmen haben wir klein angefangen und ich war Alles in einer Person. Wo ich früher noch selbst mit dem BüroWARE-Designer programmiert habe, überfliege ich heute nur noch die Projektergebnisse und Tätigkeitsberichte unserer Techniker.

Ich habe es inzwischen geschafft mich aus dem täglichen Tagesgeschäft bewusst rauszuziehen und mich um die kontinuierliche Weiterentwicklung der World-of-edv zu kümmern. Das ich im täglichen ToDo nicht mehr so direkt „mitmische“ fällt mir dabei gar nicht so einfach.

So definiere ich heute meine Position so: „Durch mich soll jeder Kollege besser werden als er heute ist.“ So führen wir heute viele Gespräche mit jedem von euch, um die Wünsche und Nöte zu hören und dann daraus etwas möglichst Sinnvolles für das Unternehmen umzusetzen, das uns alle gemeinsam weiterbringt.“

Thomas Wagner - Coach und Geschäftsführer im Meeting mit Kollegen
Thomas gemeinsam mit dem Team während eines Meetings.

Stichpunkt Scrum als agile Projektmanagementmethode und OKR als Framework einer modernen Mitarbeiterführung. Dafür hast Du Dich intensiv weitergebildet und begleitest uns als Coach über die Einführung hinaus. Wofür das alles?

„Unternehmensführung heißt grundsätzlich erst einmal, dass man Entscheidungen unter Unsicherheit treffen muss. Ob jeder einzelne getroffene Entscheidung zum Schluss richtig oder falsch ist, entscheidet sich immer erst später. Um aber das Ganze in kleine, überschaubare Stückchen zu verteilen und um dann daran zielgerichtet zu arbeiten, ohne dass ich bereits jedes Detail kenne, da kommt jetzt die Agilität ins Spiel.

Ob Projektmanagement mit Scrum, oder OKR zur Strategieumsetzung, beides bedeutet für mich unabhängig des Frameworks und der Fachbegriffe darin erst mal, dass wir Kalkulieren und Planen was wir wissen, und dann weiterschauen. Da dies dann kleinere Einheiten in überschaubareren Zyklen sind, lassen sich diese a) besser koordinieren und b) auch eher wieder korrigieren, wenn etwas in die falsche Richtung gelaufen ist.“

Coach und gleichzeitig Chef – wie funktioniert die Kombi?

Gleichzeitig als Chef sowie als Coach wahrgenommen zu werden, glaube ich ist das schwierigste daran, da auch logischerweise von euch die Fragestellung kommt: „Chef, wie willst du es?“ und als Coach gilt es eben genau euch in die Lage zu versetzen, dass ihr das ohne mich umsetzt und selbstständig an den Themen arbeiten könnt, ohne dass ich hier die Entscheidung treffe, wo ich doch u. U. viel weiter vom Sachverhalt entfernt bin als ihr.

Im Scrum-Bereich bauen wir dafür gerade unsere Kollegen Eugen und Kinga auf, damit ich nicht Chef und Scrum Master in einem sein muss.“

Deine Frau Katerina, unsere Leitung von Personal und Verwaltung war von Anfang an dabei und hat Dich unterstützt. Da musste auch sie sicherlich oft zurückstecken, oder?

„Klar – Jeder musste da zurückstecken. Die ersten Jahre waren mit 70 Arbeitsstunden in der Woche normal. Katerina hat ja von Anfang an die WOE mit aufgebaut und alle Höhen und Tiefen mitgemacht, denn Erfolg ist keine gerade Linie. Aber wir haben es geschafft, dass wir gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen sind.

Doch auch heute gibt es immer noch Momente, wo wir uns zurücknehmen.“

Thomas und Katerina Wagner - Arm in Arm mit dem WOE Poloshirts
Thomas und Katerina Wagner im Jahr 2021 bei unserem Team Shooting.

Wie ist es für Dich, gemeinsam in der Firma zu arbeiten und die Entscheidungen zu treffen?

„Wichtige Entscheidungen treffen wir immer gemeinsam. Klar sind wir nicht immer derselben Meinung – dass muss dann ausdiskutiert werden. Aber das ist auch gut so, denn nur wenn wir ehrlich miteinander reden und ggf. auch eine Extra-Runde über ein Thema drehen, wollen wir beide doch immer nur das Beste für die Firma.“

Vor ein paar Jahren hat sich bei Euch privat einiges geändert. Ihr habt unseren Junior Chef, den Alexander bekommen. Wie lassen sich Familie und Beruf vereinbaren?

„Manchmal gar nicht. ? Unser Junior katapultiert sich natürlich in den Fokus, egal ob du in der Mail noch zwei Wörter fertig schreiben müsstest, oder ob du gleich einen wichtigen Kundentermin hast. Oder aber es ist Monatswechsel und Gehälter und Rechnungen müssen raus und Alexander hat eine Grippe. Jeder verlässt sich, dass das Geld pünktlich ankommt. Da kannst du als Chef/Chefin nicht sagen, so jetzt kann ich mal zwei Wochen nicht. Da musst du dann eine Lösung finden.

Glücklicherweise können wir uns aber in der Regel voll auf unsere Familien verlassen und so haben wir hier viel Unterstützung, damit wir beide auch in der Firma arbeiten können.“

Mal ehrlich. Hast Du jemals Urlaub oder Wochenende? Irgendwie seid Ihr doch immer erreichbar?

„Ja, das stimmt – wir sind fast immer erreichbar. Glücklicherweise sind die Noteinsätze, wo wir als Feuerwehr helfen müssen, schon weniger geworden.

Was mich aber besonders freut, ist, dass wir jetzt – und so lange hatten wir, seit Gründung der World-of-edv GmbH , noch nie Urlaub – drei Wochen in den USA eine schöne Zeit verbringen konnten. Und wir hatten in dieser Zeit keine unzufriedenen Kunden und keine nach Hilfe suchenden Kollegen am Ohr.
Mein Kredo, dass ich seit Anbeginn durch mein Handeln versuche „jeden Kollegen weiterzuentwickeln, dass er besser wird“ trägt also Früchte und ich kann mich mal etwas Entspannen.

Und durch OKR und den abgestimmten Quartalszielen sollte auch jeder, wenn ich/wir nicht da sind, wissen woran er arbeiten kann. Durch die ganze Pandemie und der Homeoffice Möglichkeit führt hier nichts an dem Thema Vertrauen vorbei, egal ob ich da bin oder nicht.

Und ja – ich habe dabei auch gelernt – dass man die Leute manchmal einfach selber machen lassen muss, und nicht alles selber machen sollte.“

Jetzt stell ich mal die fiesen Bewerbungsfragen. Was meinst Du ist Dein bisher größter Erfolg und Deine größte Niederlage?

„Als größten Erfolg würde ich sagen, dass ich heute da bin, wo ich bin. Mit meiner Frau bin ich seit fast 20 Jahren zusammen, wir haben inzwischen eine ganz ordentliche Firma aufgebaut und unser Nachwuchs ist gesund.

Und ein weiterer großer Erfolg für mich war, neben Familie und einem 150%-Job, mein Master-Studium mit sehr guter Leistung in der angepeilten Studienzeit von 21 Monaten absolviert zu haben.

Niederlagen und Fehlentscheidungen gab es aber natürlich sicher auch viele. Da jetzt DIE eine zu nennen, fällt mir schwer. Wichtig ist nur, dass du immer, wenn dich ein Schlag niedergestreckt hat, dich wieder hochziehst und weiter machst.“

Okay und was ist Dein Ziel für die nächsten 10 Jahre? Wo möchtest Du mit der Firma stehen und auch privat?

„Wenn man mal über 40 ist, denkt man auch über das Thema Gesundheit nochmal anders und ich bin dankbar, dass ich so „fit“ bin ich wie ich bin. Das wünsch ich mir, dass so bleibt. Ich habe aber aufgehört in so langen Zeiträumen zu denken, wo ich da sein möchte.

Klar wollen wir mit der Firma noch viel erreichen und sehen noch enormes Potenzial mit dem was wir heute und morgen tun. Aber ob wir in 10 Jahren 20 oder 120 Leute sein werden, kann ich dir nicht sagen.

Und privat möchten wir wohl noch den einen oder anderen schönen Urlaub verbringen.“

Was ist Dir an der Unternehmenskultur am wichtigsten? Was darf für Dich nicht fehlen bei der Zusammenarbeit im Team?

„Ich glaub in jeder (Geschäfts)-Beziehung gibt es zwei grundlegende Faktoren, die dafür sorgen, dass es „klappt“. Gegenseitiger Respekt, der wiederum Vertrauen ineinander erzeugt. Vertrauen von euch in uns als Arbeitgeber als auch von uns in euch und ihr untereinander. Wenn das als Basis nicht da ist, dann kann man auch nicht weitere wichtige Dinge darauf aufbauen lassen.

Damit Vertrauen entsteht, ist ein offener Umgang miteinander notwendig. Angefangen in der offenen Kommunikation und vielen Feedbackgesprächen. Zum Beispiel auch in den klar kommunizierten Gehaltsstrukturen bei uns, die jeder kennt. Da gibt’s sicher noch viel mehr, aber ich denke es basiert unglaublich viel auf Vertrauen, und darauf haben wir auch die Firma aufgebaut.“

Julia Faber in der Mittagspause gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Wagner
Verbringt auch seine Mittagspausen mit dem Team – Thomas im Gespräch mit Kollegen

Wir alle kennen Dich als unseren Coach, unseren Ansprechpartner, der immer ein offenes Ohr für sein Team hat. Doch darüber hinaus bist Du auch noch Papa, Ehemann, Geschäftsführer und die Privatperson Thomas Wagner. Was macht also Thomas Wagner als Privatperson aus?

„So viel Privatperson bleibt da nicht übrig, wenn du Geschäftsführer und Papa bist. Wenn mal etwas Luft ist, dann lese ich viel Fachliteratur.“

Wenn du Zeit hast, was machst Du in Deiner Freizeit am liebsten?

**lacht** „Das bestimmt Alexander“

Erzähl uns doch noch etwas, was wir jetzt noch nicht über Dich wissen?

„Hmmmm…. Ich habe in meiner Jugend begeistert Taekwondo als Sport gemacht.“

Ganz lieben Dank Thomas für Deine Zeit und den ehrlichen und umfangreichen Einblick hinter die Kulissen der Geschäftsleitung.

Wir sind stolz Teil des Unternehmens zu sein und die Reise gemeinsam mit der World-of-edv und mit Thomas zu gehen. Mit Thomas haben wir einen Geschäftsführer im Unternehmen, der sich als Teil des Teams sieht und uns Transparenz und Teamgeist vorlebt.

Sie wollen das Team der World-of-edv noch besser kennen lernen? Alle Mitarbeiter Interviews finden Sie gesammelt in unserem Interview Bereich unseres Blogs.

Bei Fragen zu uns und unserem Unternehmen sind wir gerne für Sie da.

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